Donnerstag, 10. Oktober 2013

Ein ganz besonderer Samstag


Dass wir Michele und Magnus wiedersehen werden, hatten wir sehr gehofft.
Dass sich daraus ein so unglaublich prickelndes Spiel entwickeln würde, hat uns ein anhaltendes Lächeln auf die Lippen gezaubert.
Lest selber:

Alles ist gepackt für die Therme. Wir sind frisch rasiert und sehr, sehr gut gelaunt. Nach ein paar Wochen werden wir doch tatsächlich Michele und Magnus wiedersehen! Ohne großes Hin- und Her-Mailen haben wir ruckzuck einen Saunatermin  ausgemacht.
Zuerst werden wir also gemeinsam Saunieren und dann, wer weiß? Die Option für eine kleine Spielsession zuhause haben wir auf jeden Fal!
Das Spielzimmer ist schon vorbereitet:
Das Sofa ist ausgeklappt und einigermaßen wasserdicht bezogen. Zusätzlich haben wir  noch Matratzen davor gelegt, so dass eine größere Spielfläche entstanden ist.
Eine Kürbissuppe ist gekocht und bereitgestellt. Der Sekt ist gekühlt und Gläser und Erfrischungsgetränke, Kondome, Gleitgel, Papiertücher  liegen auf der Kommode.
Aber wie gesagt, nur wenn jeder von uns vier auch möchte! Wir werden sehen, wie sich die Lust unter uns entwickelt,

In der Therme angekommen sehen wir die Beiden sofort im Eingangsbereich sitzen, wie schön!
Als wir uns begrüßen prickelt es schon vielversprechend.
Felix strahlt und seine blauen Augen funkeln, er sprudelt nur so.
Wir saunieren, kühlen uns ab und hängen zusammen im warmen Wasser. Michele hat sich schon an Felix gehängt, nur Magnus und ich, wir nähern uns etwas vorsichtiger aneinander an. Wir erzählen und lachen viel. Es ist ein ganz vertrautes Gefühl als Magnus mir schließlich zart über den Rücken streicht und  in seine Arme schließt.
Michele, dieser süße Schmetterling ist in ihrem Element, sie wird von Felix durchs Wasser gezogen und als sie links von mir an einer Düse steht, küssen wir uns ganz zart.
Die Stimmung wird so ausgelassen, dass wir fast das Dampfbad Salz-Peeling verpassen. Wir drängen uns aber noch in den heißen feuchten Nebel und bekommen auch noch Salz in die Hand geschüttet. Die Männer sind wahrscheinlich auf die oberen Sitzbänke entschwunden, wir können sie nicht mehr entdecken. So stehen Michele und ich unten und reiben uns die Vorderseite und dann gegenseitig die Rückseite ein. Ich umfahre genüsslich Micheles schöne Schultern, den Rücken hinunter zu den wohlgeformten Pobacken und beide Beine entlang. Mancher Dampfbadgast wirft uns begehrliche Blicke zu und wir genießen es natürlich.
Später benötigen wir dringend Ruhe und verschwinden im Ruheraum. Unsere Liegen stehen  nebeneinander. Rechts von mir liegt Magnus, links von mir Michele und rechts außen, dicht an Michele geschmiegt, liegt Felix.
Magnus und ich erzählen, wir liegen dicht aneinander, unsere Nasen berühren sich fast und wir küssen  uns ab und zu. Ich mag seine Art zu kommunizieren und seine Küsse schmecken nach mehr.
Beim Mittagessen, etwas später fällt mir wieder Micheles und Magnus große Offenheit, auch in sexuellen Dingen auf. Wir tauschen uns verbal sehr intensiv aus und es schwingt erotisch zwischen uns hin und her.
Nach mehreren Saunagängen brechen wir dann auf, in unser kleines Häuschen.
Und die Lust begleitet uns!

Was dann erleben ist so unglaublich intensiv, dass ich es kaum noch beschreiben kann:

Magnus, der mich wieder ganz fest fixiert, so dass ich mich kaum rühren kann, unendliche Kussvariationen, sein großer starker Körper, neben, auf und unter mir. Die Dynamik, die Härte, die Zartheit und die Intensität des Augenblicks. Michele küssend in Felix Armen. Ihre Lippen auf meinen, ihre Laute mit meinen Lusttönen vermischt....ihre herrliche zarte Lustmuschel, die Süß e ihres Geschmacks, meine Zunge in ihr, meine Nase in ihrer Höhle, ihr Beben, ihre Zuckungen!
Dann Felix liebender Blick auf mir, Magnus tiefe Stimme, die mein Inneres trifft, mein Verlangen nach ihm, die Nähe, die Lust und sein herrlicher Schwanz, groß  und stark wie er selber. Dann Micheles Brüste über mir und Felix Hände von rechts, Magnus Körper von links, Micheles Hand an meiner Blüte.
Ich wiederum kniend neben Magnus meine rechte Hand an seinem Zauberstab, die linke auf Micheles Busen, meine Lippen auf ihren und Magnus fordernde Hand in mir und aus mir bricht die Nässe heraus, wie schon lange nicht mehr.
So reiht sich eins ans andere, voller Geilheit, Lockerheit und Improvisationsgabe.
Die Lust schwillt an und Felix besteigt Michele und sie vögeln voller Hingabe.
Schließlich knien Michele und ich um Magnus Becken und bearbeiten seinen Stab und die Eier. Michele und ich kosten, lutschen, saugen und verschlingen in schwesterlicher Geilheit das beste Stück, bis er kommt. Der Orgasmus schüttelt ihn und eine Raserei durchläuft seinen Körper, bis er ruhig und ruhiger wird.
Eng aneinander gedrängt, zu viert die Ruhe und Entspannung genießend, liegen wir, halten einander zärtlich umschlungen.
Im großen Ozean der Vergänglichkeit ein Stückchen Ewigkeit.



Samstag, 24. August 2013

Sommernachtstraum 2



Nach der Pause fasst Eduard nach meiner Hand und will mich nach oben ziehen. Ich schaue zu Felix und frage: "Gehst du auch mit?" Er nickt und fasst unsere Gastgeberin Georgia an der Hand. Zu viert gehen wir in das oberste Geschoss.
Herunter mit der spärlichen Kleidung heißt es oben unter den schrägen Wänden und bald liegen wir zu viert auf der Matte.
Felix und Georgia erforschen einander und Eduard und ich spielen auch nochmal eine Runde. Als ich seinen Ständer sehe muss ich einfach nach den Kondomen greifen. Felix ist schon am Stoßen und Georgia genießt unter Wohllauten. Ich bitte Eduard mich von hinten zu nehmen und Orgasmen  überschwemmen mich. Am Schönsten ist die Berührung von Georgias zarten Fingern am Berührungspunkt zwischen Eduards Schwanz und meiner Muschi. Es ist zärtlich aufregend.
Nach den Höhepunkten liegen wir in träger Ruhe und reden bis Magnus kommt und wir alle gemeinsam nach unten gehen. Die ersten Gäste verabschieden sich. Wir sitzen noch auf der einladenden, gemütlichen Sitzlandschaft und reden, Dylan packt die Gitarre aus und spielt leise. Wir sitzen auf der Ledercouch, ich ganz links außen und Felix rechts außen. Rechts von ihm sitzt Michele, links von mir Magnus. Sein Arm streift meinen Arm, ich lege meinen Arm auf seinen breiten Rücken.
Wir tauschen uns über Musik und Bands aus und wir entdecken entzückt viele geschmackliche Gemeinsamkeiten. Ich sehe wie sich Michele mit Felix auf die kleinere, gegenüberliegende Couch setzen und wie sie sich umarmen und streicheln. Eigentlich war der Plan doch, dass wir gehen! Ich protestiere, aber Felix beachtet mich nicht.
Schon habe ich mich erhoben und stehe bebend in Magnus heftiger Umarmung. Er scheint mich ganz zu umschließen. Eigentlich wollten wir doch gehen! Unsere Gastgeberin macht einen so müden Eindruck, aber das Verlangen ist  übermächtig, vor allem als er  meinen Nacken mit seinem bärtigen Mund bearbeitet. Es kribbelt gewaltig! Ich kann kaum noch stehen. Er ist jetzt an meinem Ohr und das macht mich komplett fertig, ich ergebe mich und sinke auf Sofa zurück
Gegenüber sehe ich Felix an Micheles Reißverschluss ziehen. Er holt ihre runden prallen Äpfelchen heraus und liebkost sie.
Magnus hat mich auch auf der Couch immer noch in seinen mächtigen Armen und entblättert meine Blüte, zärtlich und fordernd. Ich zerfließe. Wer bin ich?
Ich bin nur noch Lust und schmelze in vielen Orgasmen. Es ist heiß, wir schwitzen und ich genieße seinen Schweiß  auf meiner Haut. In einer Atempause sinke ich vor ihm auf die Knie und versuche seinen mächtigen Phallus zu verschlingen. Er lehnt sich schaudernd in die Kissen. Ich sauge, schlecke, schlucke, beiße zärtlich und nehme ihn in meine melkenden Hände. Dann wieder zwischen die Lippen. Ich steigere den Rhythmus und schließlich kommt er bebend, zuckend, lange, lange, lange und ich liege eng an ihm und genieße mit ihm den Sturm des Orgasmus und das langsame Abebben der Wellen, die ihn durchlaufen. Wow! Was für ein Erlebnis!
Drüben kitzelt Michele das letzte Tröpfchen aus Felix und grinst schelmisch aus seiner Umarmung.

Als wir endlich zusammenpacken ist es fast vier Uhr. Wir schließen die  überaus zauberhafte Georgia in unsere Arme, bedanken uns herzlichst und treten in die Nacht. Zuerst zu viert, dann nach ausgiebiger Verabschiedung zu zweit. Im Auto lege ich meine linke Hand auf Felix Schenkel, so bin ich ihm noch etwas näher.  Bevor er den Motor anlässt küsst er mich zärtlich.
Wir machen uns auf den Weg über das Gewirr der Autobahnen. Die Dunkelheit der Nacht und eine tiefe Befriedigung, gepaart mit einem lausbübischem Grinsen begleitet uns nach Hause.


Dienstag, 13. August 2013

Sommernachtstraum 2013 Teil 1



Ihr erinnert euch bestimmt an Cedric, den genialen Organisator unserer Orgie im April. Über ihn lernten wir virtuell ein Paar kennen, das in unserer Gegend ab und zu Hausparties veranstaltet. Wir hatten auch schon eine längere Zeit sporadisch Mailkontakt, sie hatten uns schon zweimal eingeladen und wir hatten schon zweimal abgesagt. Aber dieses Mal hatten wir tatsächlich Zeit!
Also machten wir uns auf, zu einem heißen Abend in eine andere Stadt.....


Felix sitzt am Steuer, wie immer, wenn irgendetwas Aufregendes ansteht. Er hat einfach die besseren Nerven als ich. Und es ist ziemlich aufregend, einfach irgendwo hin zu fahren um Leute zu treffen und mit Sicherheit mit ihnen körperliche Kommunikation zu betreiben. Allein die Option lässt unseren Puls steigen.
Wir fahren in der genannten Straße vor und packen unsere Spieltasche und den Salat aus dem Wagen. Zuerst steht Grillen und ein gemeinsames Abendessen auf dem Spielplan. Wir gehen die fremde die unbekannte Straße entlang, da fährt ein offener Sportwagen langsam auf Parkplatzsuche an uns vorbei und ein gut aussehender bärtiger Mann und seine sympathisch aussehende Mitfahrerin winken herüber. „Wir sind auch gleich da“, ruft der Fahrer.  Beide strahlen übers ganze Gesicht.
Das fängt ja schon gut an!

An der richtigen Tür empfängt uns die Hausherrin Georgia und bittet uns herein. Sie umarmt uns zärtlich und wir bekommen ein Glas Prosecco in die Hand gedrückt. Der Hausherr Dylan erscheint in der Grillschürze und schließt uns zum Empfang ebenfalls in seine Arme. Sie sind beide sehr nette Gastgeber Georgia ist dunkelhaarig ungefähr 170 cm groß, dunkelhaarig, schlank und strahlt eine elegante Strenge aus. Dylan hat keine Haare (darauf stehe ich ja besonders) ist ca 190 cm groß, sehr schlank und scheint ein ständiges ironisches Schmunzeln unter seinen blauen Augen zu tragen. Wir unterhalten uns gut gelaunt. 
Im Garten stehen schon ein paar Gäste, alle dem Wetter entsprechend leicht bekleidet, lachend und locker. Ich bin jetzt auch entspannter, als ich in die freundlichen Gesichter sehe. Scherzend stehen wir herum, tauschen unsere Namen aus und versuchen sie zu merken.
Als wir verteilt um den langen Tisch, der auf der Terrasse steht, sitzen verstummt das Gespräch nie. Felix sitzt mir gegenüber,er unterhält sich in alle Richtungen. Links von mir hat Celia Platz genommen, sie ist eine leckere Erscheinung mit ihren kurzen blonden Haaren, ebenmäßigem Gesicht, ihren schönen Augen und ihren weiblichen Rundungen, die ich unter dem Kleid erahnen kann. Rechts von mir sitzt Mijou, auch blond und braun gebrannt in einem weißen sexy Kleidchen. Die Gastgeber haben eine Gesprächsordnung aufgestellt, das heißt es darf weder über Politik oder Arbeit geredet werden. Eine sehr sinnvolle Anordnung!
Neben Felix, schräg gegenüber von mir sitzt Eduard der mich vorher schon so scheu begrüßt hat und mich seither mit Blicken verfolgt. Ganz sicher geht da nachher was, denke ich und lächle  über den Tisch. Die zwei Süßen, aus dem Sportwagen, die sich als Michele und Magnus vorgestellt haben, sitzen einfach zu weit weg von uns. Besonders Michele hat es mir angetan, sie leuchtet und sieht unglaublich sexy und verführerisch aus.
Als es dunkler wird wirft sie einen Blick  über den Tisch zu mir und sagt: Ich zieh mich um, gehst du mit?
Sie ist in ihrem ganzen Wesen so hell, aber ihr Blick ist dunkel, feucht und unheimlich verrucht. Ich wäre nicht Janet, wenn ich da nicht interessiert wäre!
Im Umkleiderzimmer sind schon zwei Damen zugange. Michele wirft sich in ein Lackkorsett und einen Minirock, Celia schält sich in ein blaugrünes enges glänzendes Kleid mit freiem Rücken, knapp bedecktem Oberteil und tiefem Ausschnitt. Dieses Kleid möchte man ihr am liebsten vom Körper schälen, aber jetzt ist Umziehen angesagt. Ich ziehe mein leichtestes rotes Seidenkleidchen an, mit meinen neuen schwarzen Lieblingsnetzstrümpfen und dem passendem Strumpfgürtel.
Nun drängen die Herren nach oben und Celia wird geschnappt, natürlich mit ihrer Zustimmung und an Ketten und Handfesseln im Treppenhaus fixiert. Dylan befestigt noch eine Spreizstange zwischen ihre Knöchel und ruckzuck ist ihre leckere Blüte freigelegt. Bald bittet sie darum auf das Bett getragen zu werden, da sie sich ja nicht bewegen kann und Dylan macht das natürlich nur zu gerne. Wir anderen folgen gebannt und schauen zu, wie sich einige Spieler auf Celia stürzen und sie genießt es hör- und sehbar.
Ich stehe zwischen Felix und Eduard und plötzlich liegen meine Lippen auf Eduards Mund. Felix streicht mir zärtlich  über die Schulter und der letzte Blick, den ich auf ihn werfe, zeigt mir, dass er an Celias weitentblößter Scham mit Lippen und seinen zärtlichen Fingern zugange ist.

Eduard hat einen dichten weißen Haarschopf und ist langgliedrig und schlank. Er ist zärtlich und gemeinsam steigen wir ins Obergeschoss in eins der leeren Zimmer. Wir küssen uns ausgiebig, dann hungriger und es wird zwingend, dass wir uns entkleiden ;-) Wir erforschen uns gegenseitig und er liebkost meine Muschi mit solcher Zärtlichkeit oral, dass ich bestimmt im ganzen Haus gehört werde.
Nach etlichen Orgasmen begebe ich mich auf Tauchstation und verwöhne seinen ebenfalls langgliedrigen erigierten Penis. Er ist sehr erregt und ich treibe ihn so weit, dass er explodiert.
Wie herrlich! Wir liegen noch in aller Ruhe und Entspannung, bis ich den dringen Wunsch nach etwas zu trinken verspüre und losgehe um ein Glas zu suchen.
 Im Nebenraum entdecke ich zu meinem Entzücken Celia auf der Massageliege, Felix am Massieren und Cedric. Wie schön, Cedric ist nachgekommen. Wir dachten, er hat heute keine Zeit.  
Ich vergesse mein Wasser und küsse Cedric erst einmal ganz innig zur Begrüßung. Besichtige Celia, die wie die Herrin der Stäbe liegt ( sie hat in jeder Hand  einen Penis) und küsse auch sie auf den Mund. Natürlich vergesse ich meinen süßen Felix auch nicht!
Da fällt mir wieder das Glas ein, aber Dylan kommt gerade um die Ecke und sagt: „Ich hole dir eins“.
Was für ein Schatz! Als er wiederkommt muss ich mich doch mit einem Kuss bedanken!
Er staunt, " Ich dachte, du hast Durst!" Ich erwidere, dass dem schon so ist, dass ich mich doch aber bedanken wolle. Spitzbübisch grinsend küsst er mich nochmal.
Er folgt mir in den Nebenraum, in dem Eduard noch auf dem Bett liegt. Ich trinke, dann muss ich ihn noch einmal küssen und auf einmal liegen wir beide auf dem Bett. Und ich werde noch einmal zärtlichst und geil verwöhnt. Bald darauf verschwindet er wieder. Er ist wie ein männlicher Schmetterling, auch lang und zartgliedrig........ Ein echter Genießer!

Ich stehe auf und Felix kommt mir entgegen, strahlend und entspannt. Vom ersten Stock hören wir Lustlaute, so gehen wir nach unten und entdecken Michele, Magnus, Mijou und ihren Mann Rodrigo. Zu viert liegen sie auf dem Boden und bearbeiten sich gegenseitig. Michele ist kurz vor dem Kommen, ihr Kopf ist hochrot und sie hält einen Magic Wand an ihre zarten unteren Lippen.  "Ich brauch einen Orgasmus" sagt sie. Wir beschließen, dass wir nicht stören möchten und doch lieber zu zweit duschen gehen.
Danach gibt es Kuchen und Kaffee. Wir lümmeln auf dem großen Sofa im Wohnzimmer und entspannen uns bis es Mitternacht ist und Dylan sein Geburtstagsständchen bekommt.





Dienstag, 23. Juli 2013

Schwebend


Wir spielen ja schon seit ca 3 Jahren mit Seilen, aber unser Wissen haben wir uns durch Youtube und Bücher beigebracht. Jetzt bot sich die Gelegenheit einen Bondagekurs bei einem bekannten Rigger in der Nähe zu machen. Ich meldete uns an und bald darauf waren wir aktiv am Start.

Ich habe Angst! So was Blödes! Am Morgen hatten wir schon ein ausführliches Gespräch im Bett, in dem wir zu ergründen versuchten warum. Ich weiß es nicht, schließlich bin ich es, die uns angemeldet hat.

Felix lächelt mir aufmunternd zu, als wir die Treppe ins Dämmerlicht steigen. Einige Kursteilnehmer sind schon da und die Partnerin unseres Kursleiters macht ein Häkchen an unserem Namen, als wir ihr das Geld hinlegen. Sie ist es, die Bondage-Partnerin, die mit ihm letztes Jahr auf der Boundcon in München eine gigantische Vorstellung hingelegt hat. Nicht nur als Fesselopfer, sondern als Kommunikationspartnerin, Gespielin, Partnerin. Mich durchläuft immer noch ein wohlig erotisches Gefühl, wenn ich an dieses prickelnde Spiel denke, das die Beiden da auf der Bühne gezeigt hatten.

Gleich geht es mir viel besser und als alle gefühlte 15 Paare im Raum sind und der Meister die Einführung gibt, ist jeglicher Bammel vergessen. Er ist ein sehr in sich ruhender Mensch, der trotzdem den Schalk in den Augen hat. Die beiden führen ein kleines Fesselbeispiel mit Suspension vor und es geht ruck zuck - die Dame schwebt und es ist wieder sehr schön ihnen zu zuschauen.

Wir beginnen alle mit den Basics, mal bindet Felix mich, mal ich ihn. Es wird jedes Mal kontrolliert, ob wir Fehler in unserem Seilgeflecht haben uns gezeigt wie wir es besser machen könnten. So vergeht die Zeit rasend und schnell ist der erste Teil unseres Kurses vorbei.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter, einen Kaffee haben wir intus, Mittagessen hat irgendwie nicht gereicht, ist auch nicht wichtig heute. Wir sind heiß darauf weiter zu machen.

Zum Glück sind es jetzt weniger Paare, nur 5 an der Zahl, deshalb ist die Luft nicht so dick und jedes Paar hat ausreichend Platz. Wir lernen den Takatekote, eine Standard-Oberkörperfesselung, vielmehr Felix lernt ihn, denn das Lerntempo geht jetzt viel schneller, weil wir unter Fortgeschrittenen sind.

Ich lasse ihm den Vortritt und die aktive Rolle, denn er ist der Erfahrenere. Außerdem lasse ich mich viel zu gerne fesseln. Der Takatekote oder eine Variante davon sind die Basis für eine Aufhängung und das allein lässt mein Herz schon höher schlagen. Wieder ist mir mulmig. Gedanken, wie: „Ich bin doch viel zu groß und schwer“ und „Mensch, ich bin hier die Älteste“ drängen sich durch meinen Kopf, aber je länger mich Felix verknotet, entknotet, übt und es immer besser macht, werde ich ruhiger und zuversichtlicher. Die Erste, die gehängt wird ist eine Frau, die mit ihrem Partner auch schon den Vormittagskursteil besucht hat. Alle anderen sind neu dazugekommen. Als die kleine blonde Frau zu schweben beginnt, breitet sich ein Lächeln auf dem Gesicht aus und alle können sehen, wie schön sie ist. Vorher ist uns das gar nicht so aufgefallen. Ich schaue sie an und spüre keine Angst mehr, nur noch Freude und Zuversicht.

Im Kurs ist auch eine junge Frau, etwas älter als unsere Tochter, aber noch keine dreißig, mit ihrem Bondagepartner. Sie ist sehr beweglich und hat einen schön ausgeglichenen Körperbau. Weil ihr Partner Schwierigkeiten hat die Seile richtig zu setzen, zieht sie kurzerhand einfach ihr Oberteil aus und ihre wohlgeformten Brüste freuen bestimmt jeden im Raum.

Es ist eine natürliche Bewegungsfreudigkeit in ihr, nur als sie aufgehängt wird zieht es ihr am Fußgelenk und sie möchte sehr schnell wieder nach unten. Der Meister hat uns darauf hingewiesen, dass die Befindlichkeit eines Passiven das Wichtigste überhaupt ist. Immer soll der Aktive fragen, beobachten und mitfühlen, so vermeidet man gefährliche Situationen oder Verletzungen. Die Nächste, die gehängt wird, tut es so mit einer Ruhe und Entspanntheit, ganz im Hier und Jetzt. Ihre Partnerin macht ein Foto und sie wird wieder herunter gelassen. So geht es weiter zum vorletzten Paar, auch da läuft alles glatt. Und dann sind wir dran.

Wir gehen nach vorne aufs Podest und Felix befestigt das eigentliche Hängeseil an mir und durch den großen Ring, der am Deckenbalken befestigt ist. Meine Brille wird zur Seite gelegt und ich sehe nur noch Schemen um mich herum. Felix arbeitet ruhig und sicher und  die Bondagepartnerin unseres Kursleiters führt ihn durch jeden Schritt. Schließlich bin ich oben befestigt. Jetzt wird noch ein Seil an meinem Oberschenkel, oberhalb des rechten Knies festgemacht, da ich mich entschlossen habe seitlich, mit der linken Körperhälfte nach unten zu hängen. Er beginnt zu ziehen, jetzt muss ich nur noch meinen linken Fuß nach oben auf den rechten Fuß legen und ich schwebe, ich fliege…..ich bin ganz bei mir. Da sind nur noch die Seile und ich und eine riesengroße Freiheit. Es wird ganz hell in meinem Kopf, ein inneres Licht beginnt zu strahlen und ich strahle automatisch nach außen. Ist das schön!

Zum Ende brauche ich nur meinen linken Fuß wieder nach unten stellen und ich werde wieder herunter gelassen. Die Bondagefachfrau stützt mich etwas, damit ich die Balande nicht verliere und Felix kommt auch näher. Dankbar lehne ich mich an Felix und küsse ihn zärtlich, voll Hingabe.

Innerlich schwebe ich noch immer und grinse bestimmt ganz dämlich, aber ich kann nicht anders.

Alles was jetzt noch da vorne unter dem Balken passiert ist weiter weg:

Die junge Frau hängt nochmal mit dem Kopf nach unten, mit Hilfe des Meisters hat der junge Mann ihr eine Taillensuspension geknotet und ist sie jetzt sehr zufrieden, bewegt sich freudig durch die Luft und ihr Körper schwebt anmutig! Ein Aktiver, der vorher seine Partnerin schweben ließ, lässt sich noch aufhängen und schließlich die herzliche Verabschiedung vom Meister und der Meisterin.

Als wir wieder nach oben steigen, scheinen wir in einer anderen Welt anzukommen. Wir stellen gemeinsam fest, dass jetzt auch Juteseile in unseren Fundus müssen und unsere Baumwollseile mit Seele uns nicht mehr genügen. Ich erzähle von meinem inneren Licht und Felix sagt, er sei auch ein bisschen stolz, dass er das so hinbekommen hat und dass er gespannt sei, wann das Grinsen auf meinem Gesicht verschwinden würde.

Ich lächle immer noch!